(Baldoron Kalem)
Zuerst möchte ich erstmal berichten wie ich zu den Erkenntnissen dieses Vortrag kam.
Alte überlieferte Werke der Kirche des Kelemvors führte mich zu dem grundlegendem Wissen über das Totenreich und den Untoten.
Ich verbrachte Monate in Meditation um eine Art Seelenreise zu unternehmen. Ich versuchte mich von den Sinnen des Körpers zu lösen um nur noch mit meiner Seele zu spüren. Der Herr erleuchtete mich, um zu verstehen was ich auf dieser Reise entdeckte, er führte mich schützend durch eine fremde Welt.
Mit dem Wissen aus alten Schriftstücken und den Erkenntnissen meiner Reise konnte ich so alles Stück für Stück zusammenführen.
So will ich euch nun berichten welches Wissen ich erlangte.
So will ich berichten von der Welt zwischen der Unseren und der des Totenreiches, von den Seelen der Verstorbenen welche keine Ruhe finden.
Das Leben und der Tod, zwei Dinge, die zusammengehören.
Das Leben ist uns bekannt, zumindest glauben wir zu wissen was das Leben ist. Jeder hat ein Vorstellung vom Leben.
Warum Leben wir? Welches Ziel erfüllt das Leben? Was ist der Sinn des Lebens? Fragen die sich fast jeder einmal gestellt hat. Viele Glauben auch einen Antwort auf jene Fragen zu wissen.
Doch was ist mit dem Tod?
Der Tod ist den meisten Fremd. Was wissen wir über den Tod? Nun der Tod ist das Ende des Lebens. Der Tod gehört zum Leben. Doch wenn er zum Leben dazugehört, warum ist er uns dann so fremd? Wir beschäftigen uns mit dem Leben, beinahe täglich.
Warum beschäftigen wir uns dann nicht ebenso mit dem Tod, wenn wir doch Wissen, der Tod ist ein Teil des Lebens.
Die Antwort ist ganz klar, der Gedanke an den Tod ist den meisten unangenehm. Wenn wir an den Tod denken, verbinden wir diesen meist mit Verlust, Verdammung, Schrecken, Leid und vielen anderen Dingen, welche meist nie etwas gutes zu bedeuten haben. Wo Elend und Leid herrscht, folgt bald der Tod, so sagen wir. Doch stirbt ein leidender Mensch, so sagen wir er wurde erlöst von seinem Leiden. Doch wenn er erlöst wurden, kann der Tod dann wirklich so schrecklich sein?
Ein jeder möge einmal darüber nachdenken. Vielleicht wird der Herr den einen oder anderen mit der wahren Erkenntnis bescheren.
Ich habe eine Reise gemacht, eine Reis zwischen den Welten. Viele bis heute mir unbekannte Dinge erschlossen sich mir dort.
Es war eine Reise der Seele. Es erforderte viel Gefühl und Geisteskraft, jene Welt zu erforschen und die Eindrücke zu deuten.
Den mit der Seele nimmt man die Welt anders wahr als mit dem Körper. Unser Körper besitzt Sinne, welche es uns erlauben zu sehen, hören, riechen, schmecken und tasten. Doch unsere Seele besitzt keine Augen oder Ohren, auch können wir nicht mit unseren Händen fühlen. Mit unsere Seele können wir nur spüren, wir spüren die Umwelt und all ihre Aspekte. Doch der Herr führte mich und gab mir die Kraft meine Entdeckungen zu deuten und zu verstehen.
Es gibt unzählige Welten, Dimension und Reiche. Jede Welt hat ihre eigenen Gesetze, birgt ihre eigenen Geheimnisse.
Einige Welten sind uns bekannt, andere wiederum nicht.
Ich machte eine Reise in eine Welt welche noch sehr unerforscht ist. Viele Geheimnisse mußte ich ungeklärt zurück lassen.
Doch eines Tages werde ich meine Forschung fortsetzen.
Viele Geheimnisse vermochte ich zu lüften und mit altem Wissen und dem Segen des Herrn konnte ich sie deuten.
Unsere Welt, Diesseits, ist die Welt der Lebenden. Tag ein Tag aus wandeln wir durch die Welt und gehen unseren Aufgaben nach. Doch unsere Zeit in dieser Welt ist nicht von Dauer. Eines Tages, kommt die Zeit in der unser Körper nicht mehr lebensfähig ist. Der Körper ist zu alt, erliegt einer Verletzung oder einer Krankheit. Das Ende unserer Existenz in dieser Welt kann jeder Zeit eintreten. Eines Tages wird eine jeder Mensch, Elf oder Zwerg sterben.
Doch was geschieht wenn wir sterben?
Wir besitzen einen Körper, unsere Sterbliche Hülle. Eine Hülle ist für gewöhnlich eine Art Schutzmantel für etwas, doch für was?
Der Körper ist die Hülle unserer Seele, des Geistes. Man sagt die Seele sei unsterblich, doch was bedeutet unsterblich, bzw. sterblich?
Sterblichkeit bedeutet für die meisten das man eines Tages aus dem Leben scheidet. Wir verlassen diese Welt und kehren ein in das Reich des Todes. Doch so gesehen ist unsere Seele nicht unsterblich. Den die Seele ist es welche einkehrt in das Reich Kelemvors. Bezeichnen wir Unsterblichkeit als Unzerstörbar, so kann man unseren Geist in gewisser Weise unsterblich nennen.
Wie kehrt die Seele ein in das Reich des Todes?
Gehen wir einmal davon aus, ein Mensch stirbt, seine Zeit ist gekommen. Aufgrund einer Verletzung mit der sein Körper nicht fertig wird, verendet der Körper. Der Körper erliegt dem endgültigen Verfall der Zeit.
Nun wird seine Seele sich vorbereiten für die Einkehr in das Reich des Herrn. Die Seele ist an den Körper gebunden, durch eine Art Faden, der als "Goldener Faden" bezeichnet wird. Diese Faden ist ein komplexes Geflecht aus einer mystischen Energie, dessen Ursprung ich nicht ergründen konnte. Dieses Geflecht ist jedoch formbar, ähnlich des Manas.
Nach dem Tode des Körpers, beginnt jenes Geflecht sich zu lösen. Die Seele wird getrennt vom Körper.
Dieser Vorgang kann unbestimmt lange dauern. Es ist möglich das für die Seele nur einige Minuten vergehen, doch für uns vergehen vielleicht Wochen oder Monate. Das Zeitgefüge für eine Seele verläuft völlig anderes.
Der Trennungsvorgang von Körper und Seele ist jedoch sehr empfindlich, er kann gestört werden durch verschiedene Einwirkungen z.B. kann die Seele sich weigern das ihr Körper stirbt weil die Seele den Tod nicht akzeptiert, etwas blieb unerfüllt, etwas das für die Seele unglaublichen Wert hat. Auch kann Magie die Trennung stören.
Eine Störung dieser Trennung kann fatale Folgen nach sich ziehen. Doch dazu gleich mehr.
Gehen wir einmal davon aus, das sich Körper und Geist problemlos getrennt haben. Der Goldene Faden ist gelöst und so bewegt sich die Seele nun auf das Totenreich zu.
Das Totenreich ist eine Welt welche verbunden ist mit der Unseren Welt. Das Totenreich ist eine Art Paralellwelt, welches sich theoretisch gesehen genau Hier befindet. Am gleichen Ort wie unsere Welt, nur auf einer anderen Parallele, vielleicht kann man auch sagen, in einer anderen Zeit. Doch dies ist nur eine Verbildlichung, dem Totenreich kann man nur schwer einen Ort zu weisen.
Doch gibt es eine Verbindung zu dieser Welt, eine Verbindung welche die Verstorbenen durchschreiten. Es ist eine Verbindung und Trennwand zu gleich, man nennt dies Verbindung bzw. Trennung "Das Leichentuch". Man stelle sich ein hauchdünnes Tuch vor. Dieses Leichentuch ist für die Lebenden undurchdringlich, es gibt zwar Wege und Möglichkeiten dieses Tuch zu durchschreiten, seine Verdichtung zu ändern, doch von solch frevelhafter Magie und gotteslästerlichen Taten möchte ich hier nicht berichten. Das Leichentuch ist nur durchschreitbar von einer Seele. Eine Seele welche sich von ihrem Körper getrennt hat, erhält von alleine ein Bindung zum Totenreich, durch dies Bindung kann eine Seele das Tuch zum Totenreich durchschreiten.
Nach dem durchschreiten befindet sich die Seele im Reich des Herrn. Dort wird er anhand von Gesichtspunkten welche sich unseres Verstandes entziehen entscheiden über das Schicksal der Seele. Im Reich des Todes erfährt sie Seele vollkommene Ruhe und Frieden.
Doch was passiert wenn die Trennung gestört wird?
Wie schon erwähnt sagte ich das die Trennung gestört werden kann. Der Einfluß von Magie kann die Trennung stoppen oder behindern. Ebenso sollte die Seele sich wehren kann die Trennung gehindert werden. Sollte solch ein Umstand eintreten, so kann es passieren das die Seele mit einer Teilbindung verbleibt. Die Seele ist dann je nach Umständen mehr oder weniger stark noch an den Körper gebunden. Dieser Umstand hat meist zur Folge, das die Seele nur unzureichend an den Körper gebunden ist, und somit erliegt der Körper weiter dem Verfall, doch unter Umständen kann es vorkommen das die Seele noch eingeschränkte Kontrolle über den Körper hat. Die Seele jedenfalls ist gefangen in einer Art Zwischenwelt, zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. In dieser Zwischenwelt beleibt der Seele nur eins, Einsamkeit, Leere und Kälte. Dies ist wohl eines der schrecklichsten Schicksal welche der Seele widerfahren können. Im Vergleich zu der Existenz in der Zwischenwelt, ist manches Leid und manche Qual zu Lebzeiten wahrlich ein Segen. Jene Seele erfuhr nie die Ruhe und die Erfüllung des Wahren Todes, den Frieden des Totenreichs. Sie kennt nur das Leben, und so beginnen die Meisten mit der Zeit einen Neid zu entwickeln, einen Neid gegen die Lebenden. Der Neid wird zu Haß und so kommt es das viele welche jenes Schicksal erleiden, sich wieder erhaben aus ihren Gräbern. Dies ist die Entstehung eines Untoten, doch dem Herrn sie dank, dies ist nur ein sehr seltener Fall, das Untote auf diese Weise entstehen. Doch genau diese Untoten sind es, welche befreit werden müssen.
Mit blindem Haß attackieren die Toten die Menschen, sie wollen das den Lebenden das selbe Schicksal zu teil wird.
Doch der Herr verlangt das jene Untoten befreit werden von ihrem Leid. Der Kampf gegen einen Untoten kann sehr anstrengend sein, immer wieder erhaben sie sich, obwohl man sie gerade niederstreckte.
Um einen Untoten zu besiegen muß der Körper und so die Restbindung zerstört werden. Geschieht dies ist der Geist des Untoten weiterhin gefangen in der Zwischenwelt doch durch die Gabe des Herrn und seinen Segen können die Diener des Herrn den verirrten Seelen den Weg weisen und sie führen in das Reich des Herrn, auf das ihnen der ersehnte Frieden zu teil werde.
Doch gibt es auch Seelen welche ohne Bindung an ihre sterblichen Überrest in unsere Welt eingreifen können.
Allgemein wird dies als Spuk bezeichnet, doch dies möchte ich in einem anderen Vortrag erklären.
Ebenso gibt es noch andere Wege Untote zu erschaffen, unter anderem durch Nutzung lasterhafter Magie, welch die Körper der verstorbenen sich wieder erheben läßt oder sogar ruhende Seelen aus dem Totenreich reißt. Doch über diese verachtenswerten Werke möchte ich nicht sprechen.