Verbotene Pforten - Fui Nuri

(Fui Nuri)

Bisher wurde nur Wissen beleuchtet, welches zum grossen Teil schon verbreitet und bekannt ist. Es wird Zeit sich Dingen zu widmen die schon fast als verschollen gelten, Dinge die man vergessen glaubte.

  • hebt einen Krug Wasser hoch*

Dies seid ihr...

  • deutet in die Runde*

...bin ich, ist Solon.

  • betrachtet den Krug und kichert*

Ja das ist er wirklich....

Und dies ...

  • taucht einen Finger in das Wasser*

...ist die magische Kraft in uns. Wenn man nun Magie wirkt, passiert dies.

  • kippt etwas Wasser aus*

Wir brauchen die Kraft auf. Und wir alle kennen auch jene Situation....

  • kippt das ganze Wasser aus*

...die vollkommene Erschöpfung unsere Kräfte.
Jeder von uns hat sicherlich diese Grenze bereits einmal erlebt. Der bohrende Schmerz im Kopf, der Geschmack von Blut - das Erfahren der eignen Grenze. Nun worum es heute geht, wiederspricht dem Verstand. Denn man kann diese Grenze überschreiten, man kann mehr magisch wirken als es die eigenen Kräfte erlauben.

Die Alten, jene die lange Zeit vor uns lebten, nannten es die verbotene Pforte. Verboten weil jene die es wagten sie zu öffnen, nicht mehr fähig waren sie zu schliessen. Es galt lange Zeit als ein Mythos, unter vorgehaltener Hand besprochen, in dunklen Winkeln diskutiert. Vieles ist umstritten, weder der Ursprung noch der Zweck sind bekannt. Doch alle scheinen eines gemein zu haben, sie unterlagem dem was sie hofften zu meistern.

Die Pforte ist ein Sinnbild, sie befindet sich in uns selbst...

  • deutet auf die Zuhörer*

...in jedem von uns. Es ist der Weg die eigene Lebenskraft für magische Zwecke zu opfern. Nur birgt dieser Weg hohe Gefahren. Es scheint nicht möglich zu sein diese Kräfte zu kontrollieren. Die Konsequenz reicht von einer schlichten Bewusstlosigkeit, über die Verkürzung der Lebenspanne, bis hin zu...

  • lässt den Wasserkrug auf dem Boden zerschellen*

Aus den Zeiten zu denen diesem Wissen noch nachgegangen wurde ist überliefert, dass es enormer Übung bedurfte diese Grenze zu überschreiten. Eine Mischung aus Konzentrationsübungen und dem immer stetigem Ausloten des Grenzbereiches. Viele fanden somit schon ihr Ende bei diesen Übungen, da sie die Grenze spontan überschritten und ihr Lebenslicht verpuffte. In dunklen Zeilen findet man Hinweise, welche auf eine Anwendung in Beschwörungsritualen hindeuten. Wenn man die Unterschiede zwischen einem Blutopfer und einem freiwilligen Blutopfer bedenkt, so lässt sich nur erahnen was ein geübter Magus mit der Opferung seiner eigenen Existenz anzurichten vermochte. Unter den richtigen Bedingungen verging man somit gleissender als der Phönix.

Die Anwendung dieses Wissens bleibt umstritten. Zu schwer scheint der Weg, zu endgültig die Konsequenzen und zu gering der Nutzen in unseren Zeiten. Aber es bleibt mir zu sagen, dass unser Geist immer offen sein sollte, denn letztlich scheint nichts unmöglich zu sein - es scheint nur längere Wege zu geben.