(Leandra)
Jeder, der des Nachts in den Himmel schaut, wird schon gedacht haben, wie schön die Monde dort oben erscheinen. Doch sind sie nicht nur schön, sie haben auch grossen Einfluss auf die Abläufe in der Natur und auf die Magie. Ich möchte heute darüber sprechen, wie diese Kraft für Rituale genutzt werden kann.
Wer sich auf die Macht der Monde beziehen möchte, muss sich zunächst über ihre Rotation bewusst sein. Jedem hier wird schon aufgefallen sein, das die Beiden nur selten in der gleichen Phase zu sehen sind. Das liegt daran, das sich Trammel schneller dreht als Felucca, obwohl er im Durchmesser der Grössere der beiden ist. Um dieses Paradoxon ranken sich viele Geschichten. So wird zum Beispiel davon berichtet, das einmal Etwas.. oder Jemand in seinem Inneren gebannt war. Daraus lässt sich schliessen, und das ist für mich das Wahrscheinlichste, das sein Inneres hohl ist. Leider sind nur Andeutungen über diese Ereignisse zu finden...
Doch zurück zum heutigen Thema. Um genau zu sein, Trammel dreht sich 4 mal, bevor Felucca eine Umdrehung beendet hat. Daraus folgt, das in jeder Phase von Trammel Felucca nur einmal mit ihm übereinstimmt. Wer sich also auf die Macht der Monde beziehen will in einem Ritual, muss diese Phasen genau berechnen oder beobachten, denn sie haben eine unterschiedliche Wirkung.
Die zunehmende Mondphase hat eine steigernde Wirkung. Eine Zeit der Regeneration und Aufbaus. Sie ist gut, wenn man mit seinem Ritual zum Beispiel eine Steigerung der Gesundheit erreichen möchte.
Das Gegenteil hierzu ist der abnehmende Mond. Er hat eine schwächende Wirkung. Dies ist die Zeit, wenn ich bei meinem Beispiel von gerade bleibe, eine Krankheit zu schwächen.
Unter den vollen Monden dagegen vereinen sich die Ereignisse, Steigerung, Schwächung und Mitte. Dies ist die Zeit des Lichts, das wachsen lässt, heilt oder den Geist öffnet. Unter den vollen Monden werden die meisten Rituale gehalten, da seine Kraft am grössten ist und sich in seinem Licht die Engergien gut bündeln lassen. Dabei ist unter den vollen Monden irrelevant, welchem Zweck das Ritual dienen soll. Die hier herrschenden Kräfte werden von allen Magiern gerne angerufen.
Dann kommt die Zeit des Neumondes. Die Zeit, in der die Monde vom Himmel verschwinden, eine Zeit des gespannten Stillstandes, aber auch eine Zeit, um zu meditieren und sich seinen Ängsten zu stellen. Diese Zeit wird zumeist für Rituale genutzt, die ein destruktives Ziel anstreben.
Bis sich zaghaft die Sichel des Neumondes wieder zeigt und somit erneut die Phase der sich aufbauenden, steigernden Kraft beginnt.
Ich habe bewusst nur eine Einteilung in vier Phasen gewählt, da eine genaue wohl ehr in den Bereich der Planetarisk gehört. Für die Berechnung der Zeit reicht diese. Sie lässt als kleine Regel folgendes zu: nehmen die Monde zu, ist die Zeit der Steigerung, nehmen sie ab, die Zeit der Minderung.
Daraus ergibt sich natürlich auch, das man, wenn eine Steigerung anstrebt wird, man darauf achten muss, das nicht einer der Monde in der zunehmenden Phase ist, wohingegen der andere in der abnehmenden Phase oder im Neumond steht. Denn sonst könnte sich der Sinn des Rituals in sein Gegenteil verkehren.
Wobei es noch eine Phase gibt, die wohl alles ausser Kraft setzten kann. Ein bis zweimal im Jahr kommt es vor, das nicht das silberne Licht der Monde auf uns schein…. Sondern ein blutrotes. Dies ist die Zeit des Blutmondes. Unter seinem Einfluss werden zumeist die dunklen Rituale gehalten, die Grosses bewirken sollen. Doch bin ich mir nicht sicher, ob unter seinem Einfluss nicht auch die Mondtore erschaffen wurden. Denn auch dazu brauchte es eine sehr grosse Kraft, die dieser Zeit zugeschrieben wird. Und das würde auch die Unberechenbarkeit der Tore erklären.
Damit möchte ich meine Ausführungen beenden.