(Baldoron Kalem)
Ein jeder weiß, dass der Tod zum Leben gehört und das Leben zum Tod. Ein jeder Kreatur ist bewusst das ihr Leben eines Tages beendet sein wird.
Obwohl wir wissen das der Tod für ein jedermann unausweichlich sein wird, wird der Tod gemeinhin verachtet und als etwas "Böses" dargestellt. Sterben bedeutet immer was schlechtes im allgemeinen Volksmund.
Doch schauen wir einmal genauer hin und betrachten den Tod mal aus einem anderen Blickwinkel, so sieht man vielleicht schnell das wahre Gesicht des Todes. Da die meisten von uns nur das Glauben was sie sehen und die Welt nur mit den Sinnen des Körpers wahrnehmen, bleibt ihnen die Wirklichkeit im Nebel des Irrglaubens verborgen. Wir müssen aufhören nur auf die Sinne unseres Körpers zu hören. Der Schlüssel zur Wirklichkeit ist unsere Seele, der Geist. Nur mit dem Geist erkennen wir die Wahrheit. Nur so entdecken wir die verborgenen Geheimnisse des Seins, die Wahrheit über Leben und Tot.
Nun was macht das Leben aus?
Viele würden an dieser Stelle vitale Funktionen des Körpers nennen oder von Freude, Abenteuer und Freiheit sprechen. Dies mögen Gründe sein warum es sich lohnt zu leben, doch macht dies wirklich das Leben aus?
Unser Geist ist das Leben, unsere Seele.
Was wären wir ohne die Seele, was wäre wenn wir sie uns einmal weg denken? Würden wir ohne die Seele wahre Freude verspüren? Würden wir uns tatsächlich Frei fühlen? Ich denke nicht. Die Seele macht den Mensch, Elf oder Zwerg aus der wir sind.
Dies alles ist ganz klar eine Ansichtsache, jeder kann jetzt sagen "Ich glaube nicht was der mir da erzähl!" doch sollte ein Jeder in einem ruhigen Moment darüber nachdenken.
Was das Leben ausmacht, darüber haben wir gerade gesprochen, doch stellt sich gleich die nächste Frage: "Welche Bedeutung hat das Leben? Warum Leben wir? Welche Bedeutung hat es für den Einzelnen?"
Dies ist ein Frage auf die ich keine genaue Antwort geben kann. Warum Leben wir? Welchen Sinn hat das Leben? Über diese Frage hat mit Sicherheit ein jeder bereits einmal nachgedacht.
Ich habe mit einigen Leuten gesprochen und einmal nachgefragt, welche Bedeutung das Leben für den Einzelnen hat. Hier teilte sich die Meinung sehr stark.
"Wir leben um unseren Schöpfern zu dienen!" sagte mir ein gläubiger Handwerker.
"Der Grund des Lebens ist für uns nicht ergründbar, haben wir überhaupt das Recht dies zu hinterfragen?" bekam ich als Gegenfrage von einem Druiden zu hören.
Eine Handwerkerin berichtete mir, dass für sie das Leben sich durch "Freiheit der Entscheidung, Freunde und Gold" auszeichnet.
Ein Krieger sagte "Seine Ziele zu erreichen!"
"Das Leben ist alles und der Tot ist nichts, das Leben zu verlieren bedeutet alles zu verlieren..." erklärte ein Mitglied der Minocer Bürgerwehr.
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Wie man sieht hat fast jeder eine Meinung zu dieser Frage. Ein jeder hat sich einmal Gedanken darüber gemacht.
Doch was ist mit dem Tot? Was bedeutet der Tot für uns?
Diese Frage stellte ich nachfolgend und hier war die Reaktion meist Ratlosigkeit. Meist machten die Leute dumme Gesichter und wussten nicht was sie antworten sollten. Diejenigen die eine Antwort wussten sprachen meist von "Verdammung, Angst, Verlust!".
Fast immer wurde der Tot als es etwas "Böses" angekreidet. Die Ratlosigkeit auf die ich meist stieß, bewies das der Tot für die breite Bevölkerung etwas Fremdes ist, als Unheil angesehen wird. Der Tot ist etwas Fremdes, etwas unverständliches, deswegen fürchten wir ihn. Doch warum ist er uns so fremd? Das Leben scheint uns nicht fremd zu sein. Aber wir wissen doch das der Tot zum Leben gehört, warum befassen wir uns dann nicht genau so mit dem Tot wie mit dem Leben? Ich denke es liegt an einem bestimmten Grund. Der Tot ist ein Thema was fast jedem unangenehm ist, allgemein versucht man nicht über den Tot zu reden. Redet man über den Tot dann meist nur negativ und verbindet ihn mit Leid und Elend. Wo Leid und Elend herrscht folgt bald der Tot. Viele sterben unter großen Qualen. Doch sind diese Qualen wirklich so bedeutend? In der Zeit des Seins ist dies nur ein Moment des Funkenschlags. Man sagt, wenn jemand stirbt, besonders wenn er vorher leiden musste, er wurde erlöst. Doch wenn er erlöst wurde, kann dann der Tot etwas schlechtes sein?
Ein Jeder denke einmal darüber nach...
Nun was ist den jetzt der Tot?
Einige Befragte wussten eine Antwort auf diese Frage.
"Das Ende des Lebens und der beginn einer neuen Existenz." Wurde mir gesagt. "Mit dem Tot endet das Leben und mit dem Leben endet der Tot." Erklärte ein Diener Garlens.
"Ein Zustand der absoluten Ruhe, ein ewiger Schlaf." Glaubte ein Schmied. Und ein Krieger meinte "Nach dem Leben kommt das nichts! Das ende des Seins."
Doch kommen wir nun einmal zum Wissenschaftlichen Aspekt:
Nun um den Tot erklären oder vielmehr darstellen zu können fangen wir von vorne an.
Ein Lebewesen stirbt, nehmen wir an diesem Beispiel einen Menschen. Die Ursache für das versterben jener Kreatur kann viele Gründe haben, Altersschwäche, der Körper war zu Alt, oder er wurde ermordet oder erlag einer Krankheit. Nun was die Ursache war ist an diesem Beispiel irrelevant.
Dieser Mensch stirbt nun, alle vitalen Lebensfunktionen sind fort. Der Körper erliegt nun dem Verfall der Zeit. Doch interessant ist, was passiert mit der Seele?
Nun die Seele steht zu Lebzeiten in Verbindung mit dem Körper. Doch wie ist sie verbunden mit dem Köper?
Seele und Körper sind verbunden durch ein Geflecht das sich "Goldener Faden" nennt. Woraus dieser "Goldene Faden" besteht, blieb mir bis jetzt unergründlich. Der "Goldene Faden" ist jedenfalls ein sehr kompliziertes und komplexes Geflecht, es bindet quasi den Köper an die Seele, wobei eigentlich eher die Seele an den Körper gebunden ist. Unsere Seele kann ohne Körper "leben" beziehungsweise existieren, doch kann der Körper nicht ohne die Seele leben. Es mag ausnahmen geben, doch diese sind auf natürlichem Wege nicht möglich. Bei "Seelenlosen" Kreaturen spielt meist Magie eine tragende Rolle, oder etwas andres ersetzt die Seele. Wie genau diese Seelenlosen Kreaturen existieren können, dem werde ich in einer weiteren Forschung versuchen auf den Grund zu gehen. Nun nach dem Tode eines Lebewesens wird die Seele vom Körper gelöst, der Goldene Faden wird bildlich gesprochen spröde und beginnt zu reißen. Dieser Vorgang kann sich über einen unbestimmten Zeitraum erstrecken, die Seele hat ein völlig andres Zeitgefühl. Nun gehen wir einmal davon aus, die Trennung lief sorglos ab. Nun hat die Seele die Möglichkeit das Leichentuch zu durchschreiten. Das Leichentuch ist eine unsichtbare Trennwand zwischen den Welten. Diese Trennwand kann nur von einer Seele durchschritten werden, doch ist dies nur nach der unmittelbaren Trennung von Körper und Geist möglich. Wird die Seele aufgrund unerwarteter Umstände dran gehindert das Leichentuch zu durchschreiten oder die Trennung vom Körper wird gestört, so verliert die Seele die Bindung zum Totenreich, aber dazu später mehr.
Nun gehen wir davon aus die Seele wird nicht gehindert und durchschreitet das Leichentuch und befindet sich im Reich der Toten. Hier wird die Seele von den Wächtern des Totenreiches zum Herrn geführt, auf das er richte über ihr Schicksal. Nach welchen Kriterien der Herr des Totenreiches, entscheidet entzieht sich unserem Denkvermögen.
Nun der Schritt ins Reich des Todes ist der erste Schritt zu einer höheren Existenz. Dort angelangt erfährt die Seele Ruhe und Frieden, solange sie verweilt im Reich des Herrn.
Doch läuft nicht immer alles wie es soll, wie ich bereits erwähnte kann die Trennung oder der Übergang gestört werden.
Schauen wir zuerst einmal wie eine solche Trennung abläuft.
Das Leben unserer sterblichen Hülle, der Körper, ist vergänglich. Diese Hülle kann verletzt werden und je nachdem wird unserer Körper mit der Verletzung nicht fertig und verendet. Wenn der Körper stirbt, verliert die Seele die Bindung zu Diesseits. Langsam sinkt die Seele hinab in das Reich des Herrn. Sie durchschreitet das Leichentuch.
Doch was geschieht wenn dieser Vorgang behindert wird.
Es gibt viele Ursachen die diesen Prozess verhindern können. Es kann sein das Seele sich wehrt, aus den verschiedensten Gründen. Etwas das die Seele keine Ruhe finden lässt oder ähnliches. Die Trennung kann ebenso durch Magie beeinflusst werden. Zum Beispiel durch eine Ungünstige oder fehlgeschlagene Wiederbelebung. Doch haben alle Hinderungen meist dieselbe Folge... Die Seele ist gefangen, gefangen zwischen den Welten, die Welt der Lebenden und der der Toten.
Wird die Trennung behindert kann es sein das eine Teilbindung verbleibt oder die Seele konnte sich zwar lösen doch verpasste den Übergang ins Totenreich. Diese Schicksale sind grausam für die Seele. Ganz gleich ob eine Teilbindung verbleibt oder die Seele den Übergang verpasst, einige Folgen bleiben gleich. Der Geist ist gefangen zwischen den Welten. Dort bleibt der Seele nicht außer Einsamkeit, Leere und Kälte. Die Seele leidet schwer, nicht bleibt ihr, sie fristet ihr Schicksal in unendlicher Leere und Einsamkeit. In jener Zwischenwelt kann die Seele nur durch einen Diener Kelemvors befreit werden, der ihr weißt den Weg in das Reich des Herrn.
Doch die Zeit vergeht für die Seele anders, auch nur eine Sekunde kann eine halbe Ewigkeit für die Seele sein. Meist beginnen die Seelen welches jenes Schicksal erleidet einen Neid zu entwickeln, einen Hass gegen die Lebenden. Diese Geister haben nie die Ruhe und den Frieden des Totenreichs erfahren. Sie kennen nur die Zeit des Lebens, selbst verbunden mit all dem Leid das einige Lebewesen erfahren, ist das Leben gegen diese Leere in der Zwischenwelt ein wahrer Segen. Deswegen beginnen sie die Lebenden zu beneiden. Ich erwähnte eben, dass es manchmal zu einer Teilbindung kommen kann. Die Seele ist in diesem Zustand nur noch unzureichend an den Körper gebunden. Es reicht nicht um den Körper am leben zu erhalten doch kann es vorkommen das der Geist vielleicht wieder eingeschränkte Kontrolle über den Körper erlangt. Dies ist die Entstehung eines Untoten. Durch Neid und Hass erhaben sich so manche Körper wieder aus ihren Gräbern. Ruhelos ziehen sie umher und greifen die Lebenden an die sie inzwischen begannen zu hassen.
Wird ein Untoter erschlagen, so wird die Teilbindung eventuell zerstört, doch kehrt die Seele dann nicht ein in das Reich des Herrn, sondern ist gefangen in der Zwischenwelt, die letzte Bindung zu unserer Welt ist damit zerstört. Je nach dem wie stark die Bindung an den Körper ist, kann es vorkommen das verstorbenen Magier vielleicht sogar wieder eine gewisse Kontrolle über ihre magischen Fähigkeiten erlangt.
Soviel zu den Seelen welche einer Teilbindung unterliegen, doch was ist mit den Seelen welche sich trennen konnten von ihrem Körper aber nicht einkehren konnten ins Reich der Toten?
Nun das Schicksal dieser Seele ist dasselbe, nur können diese Geister nicht die Lebenden attackieren oder umherwandeln in unserer Welt. Sie haben weder eine Bindung an unsere Welt, noch an die des Totenreichs. Sie können nichts tun, als die Einsamkeit und Leere zu ertragen und auf Erlösung hoffen. Doch auf noch unerklärlicher weise gelingt es hin und wieder einigen Seelen eine geringe Bindung zu der Welt der Lebenden zu erstellen. Wie diese Geister das anstellen, dazu werde ich noch Forschungen anstellen. Bis heute ist es für mich noch unerklärlich.
Doch gelingt es jener Seele eine Bindung zu schaffen, so kann sie geringfügig in die Welt eingreifen. Allgemein hin wird dies als Spuk bezeichnet. Die Seele kann mit den bloßen Augen nicht wahrgenommen werden. Meist sind sie nur für Magier oder Anhänger Kelemvors wahrnehmbar. Doch kann ein Geist sich geringfügig Manifestieren, viele Menschen berichteten davon das sie einen Geist gesehen hätten und beschrieben ihn meist als eine weiß-durchsichtige Menschengestalt. Dies entspricht in aller Regel der Wahrheit. Geister welche eine Bindung zu unserer Welt haben zeigen sich meist in einem Restbild von ihrem sterblichen Selbst.
Geister die Spuken wollen meist nur auf sich aufmerksam machen, das sie anderen Menschen schreck einjagen wollen ist abergläubischer Unsinn, beziehungsweise missverstanden. Geister wollen in aller Regel, dass jemand sie von ihrem Leiden erlöst.
Doch können Geister in so einem Fall auch Menschen angreifen. Wenn solch ein Geist, ebenso einen Hass auf die Lebenden entwickelt, so kann er Gestalt annehmen und andere angreifen. Doch zahlen die meisten einen hohen Preis dafür, der Geist kann ebenso angegriffen werden. Erleidet ein Geist schaden, so verliert er meist nur die Bindung an unsere Welt, doch manche Geister versuchen die Bindung zu halten und dies hat fatale Folgen. Erleidet ein Geist zu hohen Schaden, so wird er hinabgedrängt ins "Nichts", der Geist ist dann nicht mehr existent. Diese Seele wurde quasi vernichtet. Dann gibt es keine Rettung mehr.
Nun es gibt noch andere Wege wie Untote entstehen, es gibt Magier welche selber in der Lage sind Untote zu erschaffen. Doch sind jene Untoten meist etwas anders als die Untoten welche auf mehr oder weniger "natürlichem" Wege entstehen. Des Weiteren werden die "Künste" Untote zu erschaffen oder das Wiedererwecken längst verstorbener nicht gerne von der Kirche des Kelemvor gesehen.
Kommen wir nun zu einem weiteren Thema.
Das Wiederbeleben von Toten. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen das ich hier von einer Art und Weise der Wiederbelebung spreche, welche den Segen der Götter hat, die Einwilligung Garlens und Kelemvors. Eine Wiederbelebung welche durch die mithilfe Göttlicherkraft wirkt.
Es gibt Magier welche fähig sind, gerade verstorbene zurück zu holen. Auch gibt es Magier die fähig sind länger verstorbene zurück zu holen, doch soll dies jetzt nicht das Thema sein.
Als erstes sei gesagt das nur die jenigen Wiedererweckt werden, welche noch nicht ins Reich der Toten eingetreten sind. Seelen aus dem Reich der Toten zu holen, wäre ein Frevel und Vergehen gegen den Willen des Herrn.
Die Trennung von Seele und Körper kann sich manchmal für unsereins über Monate erstrecken, obwohl für die Seele nur ein Augenblick vergeht. Während der Trennung kann eine Wiederbelebung durchgeführt werden. Nun bei einer solchen Wiederbelebung sind die Diener Kelemvors und die Diener Garlens von Nöten. In einem komplexen Ritual, welches von fest Gläubigen und treuen Diener durchgeführt wird, findet eine Anrufung Kelemvors und Garlens statt. Kelemvor wird gebeten jener Seele noch etwas Zeit zu schenken, er wird gefragt ob jene Seele bereits bestimmt ist für sein Reich. Ist sie noch nicht bestimmt für das Reich des Herrn, so wird man den Herrn bitten seine schützende Hand über die zu erweckende Seele zu legen.
In einem weiteren Schritt wird die große Mutter angerufen. Sie möge ihren Dienern die Kraft geben den Körper zu heilen, ihn mit Leben zu erfüllen. Findet das Ritual mit dem Segen beider Götter statt, so wird der Körper geheilt und der Goldene Faden wird wieder verbunden. Dies ist wohl für die Diener Kelemvors der schwerste Schritt bei der Wiederbelebung, und dies ist nur den Fähigsten Priestern erlaubt. Der Goldene Faden ist ein sehr komplexes Geflächt. Geleitet von der schützenden Hand des Herrn muss der Priester den Faden wieder verweben. Das Geflecht muss zurück geführt werden in seine Ursprüngliche Gestalt, Fehler könnten zur Folge haben das eine Teilbindung entsteht. In diesem Fall kann es passieren das der Verstorbenen zum Untoten wird.