(Gao Yan)
Was ist die Wirklichkeit und was das Weltgefüge ?
Wir alle sind Teil der Wirklichkeit in der wir Leben und Sterben.
Aber was genau ist die Wirklichkeit?
Die Wirklichkeit ist die Realitaet, die Existenz. Alles was existiert ist ein Bestandteil der Wirklichkeit,dabei spielt es keine Rolle, ob ich es wahrnehmen kann oder nicht.
Doch wie sieht die Wirklichkeit aus?
Es erscheint ,als Teil der Wirklichkeit gesehen, als ein einziges Chaos, doch im Gesamten betrachtet bewegt sich jeder Teil der Wirklichkeit in harmonischen Schwingungen.
Die Wirklichkeit ist die Wahrheit des Alles.
Das Weltgefüge beschreibt den Aufbau des Seins der Existenz. Normalerweise ist die Wirklichkeit identisch mit dem Weltgefüge. Durch die Magie werden beide voneinander getrennt, die Wirklichkeit wird verändert und stimmt nicht länger mit dem Weltgefüge uüberein. Das Weltgefüge, und alle Dinge in ihm, auch die Wirklichkeit, bewegt sich immerzu und unterliegt fortlaufenden Veränderungen. Alles, was das Weltgefüge betrifft, betrifft auch die Wirklichkeit. Das Weltgefüge ist ,anders als die Wirklichkeit, das was sein sollte.
Der Ablauf eines Zaubers im Allgemeinen
Wird ein Zauber gewirkt, greife ich in die Wirklichkeit ein.
Was aber genau passiert in Wirkung und Folge ?
Gehen wir einmal davon aus, ich wirke eben jenen Zauber. Es geschehen hierbei simultan mehrere Dinge.
Mein Wunsch die Wirklichkeit meinem Willen anzupassen, zusammen mit den, zu dem Wunsch entprechenden, optimierten Worten der Macht und der Verwendung von Reagenzien, rufen eine, durch die entfaltete Wirkung verursachte, Resonanz des Weltgefüges hervor.
Das Wirken von Magie in allen Einzelheiten
Das Weltgefüge befindet sich in einem fortlaufenden, harmonischen Gleichgewicht. Ändere ich die Wirklichkeit dieses Weltgefüges, störe ich diese Harmonie, störe ich das Gleichgewicht. Der veränderte Teil der Wirklichkeit beginnt gegen das Gleichgewicht des Weltgefüges zu schwingen, sprich, ich beginne das Gleichgewicht durch diese Änderung zu verschieben. Das Weltgefüge “reagiert” auf diese Verschiebung mit einem Entgegenwirken.
Dieses Entgegenwirken wird als Resonanz bezeichnet. Die Resonanz ist die “Kraft” des Weltgefüges alles in seinen Urzustand zu versetzen. Die Resonanz bezieht sich somit auf das Ziel der Veränderung.In diesem Fall ist dieses das Ziel des Zaubers. Die Wiederherstellung der Wirklichkeit und die damit einhergehende Resonanz, finden normalerweise augenblicklich statt. Erst die Fähigkeit der Magier den ausgleichenden Effekt abzufangen, lässt die Resonanz ueberhaupt entdeckbar werden. Der Magier stellt sich also prinzipiel gegen die Resonanz und fungiert fuer das Ziel seines Zaubers als Puffer, um das Weltgefuege an die Veraenderung zu “gewoehnen”.
Hat sich das Weltgefuege an den Effekt “gewoehnt”, ist es nicht mehr noetig zu puffern.
Je leichter die Veränderung ist, dest geringer die Auswirkungen. Der Magier nimmt also die Resonanz auf.
Dieser Effekt wird bisweilen als Paradox bezeichnet. Der Zauberer nimmt oder fängt die ausgleichende Kraft des Weltgefüges auf und müsste normalerweise damit eben die Wirkung erleiden die die Veränderung in der Wirklichkeit, also das Ziel des Zauberers erlitten hätte. Dies wird durch eine Gegenresonanz verhindert, die die Veränderung des Zauberers abblockt. Durch das Gegeneinander dieser widerstreitenden Kräfte, kommt es zu einem Resonanzeffekt, der die Verschiebung des Zauberers zur Folge hat. Diese Verschiebung verursacht eine Abschwächung seiner Bindung an das Weltgefüge. Dadurch wirkt er ebenfalls diesem gegenueber disharmonisch. Er beginnt sozusagen gegen das Gleichgewicht zu "schlingern" und wenn das Überhand nimmt, dann sorgt das für den Abriss von der Harmonie des Weltgefüges. Der Zaubernde ist dann selbst eine Art "Fremdkoerper" der Einklang ist so gering, dass er nicht mehr puffern kann.Wie stark der Zaubernde schlingert, hängt von der grösse der Veränderung in der Wirklichkeit ab.Die Fähigkeit eine bestimmte Menge Resonanz zu puffern, manifestiert sich in der astralen Kraft eines jeden. Daraus folgt, dass die Menge an astraler Kraft direkt proportional zu der Stärke der Bindung an das Weltgefüge ist.
Zauberhilfen und ihre Wirkung
Die verschiedenen Teile der Wirklichkeit liegen auf unterschiedlichen Gleichgewichtsebenen und weisen somit unterschiedlich starke Bindungen zueinander im und zum Weltgefüge auf. Diese Bindungen koennen eine grosse Rolle spielen bei der Veränderung der Wirklichkeit, besonders in Bezug auf Reagenzien und andere Zauberhilfen.
Die Nutzung von Reagenzien unterliegt einigen Gesetzen.
Der Magier kann bestimmte Dinge in sein eigenes Sein aufnehmen, sofern diese durch ihre Art grundsätzlich geeignet sind und er in der Lage ist sie völlig zu dominieren. Dies ist nur bei unbelebten, totem möglich, wobei dazu auch die Reagenzien zählen, die pflanzlicher Natur sind. Das Einbinden in das eigene Sein löst diese Dinge auf und die Aura des Zaubernden wird durch die Reagenzien ergänzt. Je nach Art kann nun ein Resonanzeffekt besser oder schlechter ertragen werden. Man kann allerdings nur aus einer begrenzten Menge Reagenzien einen Nutzen ziehen, bevor man einen sogenannten "Kraftrausch" erleidet. Die Veränderung des eigenen Seins wirkt sich aus und beinträchtigt Entschlossenheit, Auftreten und andere Teile des Wesens des Magiers .
Die Art und Menge der Reagenzien ist fuer jede Veränderung verschieden, jedoch sind fuer eine Veränderung nur diejenigen Reagenzien nutzbar, die dem hervorgerufenen Resonanzeffekt durch ihre eigene Position im Weltgefüge, sprich der Gleichgewichtsebene auf der sie liegen, nahe kommen. Die Worte der Macht tragen durch Abgrenzung des Wunsches in scharfe Aspekte und die Präzisierung selbiger in klar formulierte Silben, deren Nennung ausschliesslich den gewünschen Effekt repräsentieren, zu einer Minimierung der Resonanz bei. Damit stellen sie zwar eingeschränkte, aber schnell nutzbare Zauberhilfen dar.
Die Verpuffung
An sich ist der Vorgang, welcher letztendlich zu der Verpuffung führt, einem erfolgreich gewirkten Zauber sehr ähnlich.Der Magier nutzt die Reagenzien und die Worte der Macht um die Wirklichkeit seinem Wunsch nach zu verändern. Nun kann es jedoch geschehen, dass der Teil der Wirklichkeit, welchen der Magier als sein Ziel erwählt hat einer temporären Schwankung des Weltgefüges an sich unterliegt. Durch diese Schwankungen wird eine Änderung dieses Teils der Wirklichkeit unmöglich. Hierbei muss jedoch mit einbezogen werden, dass die Bindung des Zaubernden im Welgefüge zu seinem Ziel dabei eine Rolle spielt. Das heisst, unterliegt ein Objekt im Weltgefüge einer temporären Schwankung, kann dieses nicht durch diejenigen Teile des Weltgefüges beeinflusst werden, die auf der gleichen Gleichgewichtsebene liegen wie das Objekt, dass der Schwankung unterliegt. Diese Schwankungen vorrauszusagen ist jedoch nicht gelungen, da sie nach keinem System aufzutreten scheinen.
Allegemeine Grunddefinition der Magie
Magie heisst, die Wirklichkeit dem eigenen Willen anzupassen. Dabei gibt es eine einfache Grenze: Man kann nur Dinge tun, die das System der Weltordnung erlaubt , wenngleich man sie unnatürlich hervorrufen kann. Einen Stein zerfallen lassen ist möglich, weil Steine zerfallen. Sehr langsam .. klar - aber sie zerfallen.
Es ist nicht möglich weltfremde Effekte zu erzielen. Kann ein Effekt erzeugt werden, dann ist er zwingend weltkonform.
Allgemein sei daher gesagt, Magie ist die Umformung der existenten Wirklichkeit durch den Geist.
Der Zauber im Konkreten
Nimmt man die bereits erläuterten Aspekte als Ganzes zusammen, dürfte es an sich kein Problem darstellen die Wirklichkeit permanent zu ändern. Der Aufwand und der Widerstand der Wirklichkeit wären nur um ein vielfaches höher, als bei einer begrenzten Wirkdauer von ein paar Minuten oder Sekunden.
Es liegt also nicht an der Wirklichkeit, sondern nur am Zaubernden selbst, wie lange seine Zauber wirken. Zugleich macht dies permanente Veränderungen zwar potentiell möglich, aber extrem aufwendig. Als Beispiel sei hier das Erschaffen einer Mauer genannt.
Man könnte permanente Mauern erschaffen, aber der Aufwand und der Widerstand wären, bereits erläutert, viel hoeher. Begrenze ich die Wirkung auf geringe Zeitraäume, dann ist der Resonanzeffekt auch viel geringer.
Nehmen wir eine Beschwörung. Eine Beschwoerung ist im Prinzip nichts anderes als die Erschaffung einer Mauer. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Veränderung, das erschaffene Objekt, selbständig Handeln kann. Man kann einen beschworenen Grizzly zwar kontrollieren und ihm Befehle erteilen, wie er diese Befehle jedoch ausführt, “entscheidet” er selbst.
Man erschafft ein Objekt im Weltgefuege und wie auch bei jedem anderen Zauber, wirkt die Resonanz auf das Sein des Zauberers. Durch die Verwendung der richtigen Reagenzien wurde dieses von dem Zaubernden dahingehend beeinflusst, dass die Resonanz möglichst effektiv gepuffert werden kann. Der Zauberer beginnt nun, wie bereits erklärt, durch die “Aufnahme” der Resonanz gegen das Weltgefüge zu schwingen. Die Stärke dieser Disharmonie zum Weltgefüge kann indirekt durch den Zaubernden beeinflusst werden, indem er die Dauer der Veränderung imWeltgefüge bestimmt.
Die Bindung an das Weltgefüge positiv beeinflussen
Ist die Bindung des Magiers zu dem Welgefüge geschwächt, kann sie durch Meditation wieder gestärkt werden.
Der Meditierende versucht in einen Zustand innerer Ausgeglichenheit überzugehen, und fällt dabei in eine Art Trancezustand. In diesem Zustand versucht der Magier sich den harmonischen Schwingungen des Weltgefüges anzugleichen und somit seine Bindung zu ihm zu stärken. Je nach Dauer dieser Trance, bringt es ihn dem harmonischen Gleichgewicht näher. Er regeneriert oder sammelt sozusagen seine astralen Kräfte.
Hinzufuegend sei gesagt, dass Trance nicht gleich Trance ist und es auch hier Unterschiede gibt.
Von Magiern anderer “Art”
Es gibt neben den Spruchmagiern natürlich noch andere, welche nichtauf die gleich Weise verfahren um die Wirklichkeit zu ändern. Ich vermute bei der hohen Form der Magie eine besonders enge Bindung an das Weltgefüge. Die Wünsche die Wirklichkeit zu verändern werden von diesen Hohen Magiern intuitiv in einer Weise “formuliert” die keinen Worten der Macht nahe kommt. Durch die enorme Macht, welche diese Magier besitzen, benötigen sie keine Reagenzien, da die Resonanz sie nicht ernstlich stört.