(Caprea Salix)
Lasst mich zuerst bemerken das sich meine bisherigen Studien auf die Zauber beschränken die mir zur praktischen Erprobung zur Verfügung stehen. Um die mächtigeren Zaubersprüche zu erforschen, dazu bewerbe ich mich um den nötigen Rang der mir Zugang zu diesen Sprüchen gewährt. So bitte ich davon abzusehen, mir Fragen zu Zaubern oberhalb des vierten Zirkels zu stellen, da ich diese höchstens vom Wirken anderer Magiekundiger oder vom Lesen einschlägiger Werke kenne, also nicht aus eigener Erfahrung und mir dazu noch kein Urteil anmassen möchte.
Nun zur Alchemie im Vergleich zur Magie.
Beides erfordert Wissen, Konzentration und Reagenzien.
Als erstes Beispiel sei die Heilung genommen, ein grundsätzlich wichtiger Zauberspruch ebenso wie ein äusserst oft gebrauchter Trank.
Was nun also bedarf es dazu...
Bei der Zauberei benötigen wir Knoblauch, Ginsengwurzel und Spinnenseide.
Bei der Alchemie lediglich die Ginsengwurzel. Nicht zu vergessen sind dabei jedoch die Flaschen und der Mörser, um die heilende Wirkung der Wurzel zu einem wirksamen Heilttrank zu wandeln.
Wie sind nun beide im Vergleich zu sehen?
Zunächst der Alchimist. Der am wenigsten wirksame Trank benötigt nur eine einzige Wurzel. Der stärkere schon drei und für die grosse Heilung benötigen die Alchimisten ganze sieben der Ginsengwurzeln.
Nun betrachten wir den Bedarf bei dem Zaubernden.
Der kleine Heilzauber benötigt jeweils eine der genannten Zutaten. Für den grösseren Heilzauber wird neben den genannten noch eine Alraune verwendet.
Wir sehen hier folgendes:
Bei ähnlicher Wirkung benötigt der Alchimist ein einziges Kraut, dies jedoch in steigender Menge bei sich erhöhender Wirksamkeit.
Der Magier dagegen benötigt mehrere Kräuter und erhöht die Wirksamkeit durch Hinzufügen einer vierten Zutat.
Trotz einiger Selbstversuche ist es mir nicht gelungen die Tränke und die Zauber in ihrer Wirkung einander zuzuordnen. Ist nun der Zauber in mani zu vergleichen mit dem Kleinen oder dem mittleren Heiltrank.. oder ist in vas mani mit dem mittleren oder dem grossen Heiltrank gleichzusetzen?
Bei mir selbst ist es so, das die Tränke die ich herstelle, grössere Wunden zu heilen vermögen als die Zauber die ich spreche.
Ich vermute jedoch das die Ursache dafür in der Tatsache begründet liegt, das ich mit der Alchemie aufgewachsen bin und bei weitem nicht die vergleichbare Zeit für das Studium der Magie verwenden konnte da mir dieses als Kind nicht erlaubt wurde.
Nun, wie dem auch sei, diese Frage werde ich also nicht beantworten können. Dazu bedürfte es jemandes, der in beiden Gebieten die gleiche Erfahrung aufzuweisen hat.
Noch etwas ist aber vergleichbar. Es ist bekannt, das selbst ein Meister nicht jede Wurzel zu einem grossen Heiltrank verarbeiten kann. Die Behandlung ist äusserst diffizil, immer wieder einmal werden die Tränke ranzig und unbrauchbar. Vergleichbar ist dies mit dem Erfolg eines Magiers mit dem gleichwertigen Zauberspruch, der auch nicht hundertprozentig gelingt. Ob dies nun an der Wurzel liegt oder an der Konzentration oder an etwas anderem, das liegt im Ermessensbereich des Betrachters. Man neigt natürlich gern dazu, die Schuld für ein Misslingen in der fehlenden Frische der Reagenzien zu suchen...
Noch weitere Tränke fand ich in ihrer Wirkung Zaubern vergleichbar.
Sechs Blutmoos entsprechen einem Unsichtbarkeitstrank. Der entsprechende Zauberspruch an lor xen benötigt ebenfalls Blutmoos, zusätzlich Nachtschatten, jeweils aber nur eines davon. Vielleicht ist jemand der Anwesenden bereit, hier zu einem ungefährlichen Experiment zur Verfügung zu stehen?
Es würde jemand gesucht der bereit ist, den Trank zu sich zu nehmen während im gleichen Moment ein anderer sich dem Zauber lor xen unterzieht.
Wenn die Herrschaften dazu bereit sind, würde ich das Experiment gern noch dahingehend erweitern das der Zauber lor xen einmal von einem Schüler wie mir und einmal von einem erfahrenen Magus gesprochen werde. Da mir dieser Zauberspruch noch oft misslingt, würde ich darum bitten, das der Magus und der Trank erst wirken wenn ich den Zauber erfolgreich gesprochen habe.
Während die drei Personen nun bitte reglos sitzenbleiben und wir auf ihr erneutes Sichtbarwerden warten, würde ich gern fortfahren mit meinen Erklärungen.
Anmerkung:
Nach dem Hinweis auf Unterlassen von Aufdeckungstätigkeiten standen drei Personen in der Mitte. Eine mir unbekannte Dame die den Trank zu sich nahm nachdem einer der anwesenden Magier meinen Zauber auf sich wirken liess, und Herzogin Na'hale Sperensallah, welche den Zauber auf sich selbst wirkte.
Der Trank erwies die geringste Wirksamkeitsdauer, der von mir gewirkte Zauber eine mittlere und die Herzogin wurde fast schon vermisst gemeldet so lange wirkte ihr Zauber.<
Vergiften, in nox, bedarf eines Nachtschattens, die Tränke die vergleichbar sind, werden ebenfalls aus Nachtschatten hergestellt. Den Trank gibt es in vier verschiedenen Wirksamkeiten, herzustellen aus einem, zwei, vier oder gar acht Nachtschatten. Hier ist es nun noch schwerer, die Wirksamkeit des Zaubers einem der Tränke zuzuordnen, ich denke das sich für ein solches Experiment weniger Freiwillige finden werden.
Vergiftung heilen, an nox, benötigt Knoblauch und Ginsengwurzel, die entsprechenden Tränke Knoblauch in verschiedenen Mengen, einen, drei oder sechs. Vielleicht bin ich bisher noch nicht auf besonders starke Gifte gestossen, ich habe es noch nie erlebt das ein mittlerer Trank bei einer Vergiftung versagt hat. Sicherlich wird es aber irgendwo ein Gift geben das den stärksten Entgiftungstrank benötigt. Hat vielleicht einer der Anwesenden hiermit weitergehende Erfahrungen?
Die Nachtsicht, in lor - hier werden sowohl vom Magier wie auch vom Alchimisten jeweils eine einzige Spinnenseide benötigt.
Ich selbst habe keine Unterschiede feststellen können in der Wirkungsdauer, bin ich doch sowohl mit dem Einnehmen des Trankes wie auch mit dem Zauber vertraut.