Entstehung des Omniversums - Herkunft von Geist und Seele
(Kyran)
Einen guten Abend beisammen.
Vorwort
Ein kurzes Vorwort: Da wir uns nun hauptsächlich dem Gebiet der Philosophie widmen werden möchte ich vorher explizit darauf hinweisen, dass hier alles auf Thesen beruht und nicht als die "axiomatische Wahrheit" dargestellt wird. Es ist Überzeugungssache, und als Solche sollte es im Folgenden auch behandelt werden. Des weiteren soll bitte zur Kenntnis genommen werden, dass sehr gläubige Zuhörer diesen Vortrag vielleicht als Inhaltliche Zumutung sehen könnten. Sollte sich jemand durch die Ausführungen in seinem Glauben angegriffen fühlen, so steht natürlich einem jeden frei, den Raum zu verlassen.
Seele und Geist - Definition
Um spätere Gedanken besser vermitteln zu können werde ich als erstes auf meine Definition der Begriffe "Seele" und "Geist" eingehen. Im Grunde lässt sich kurz und knapp sagen, dass die sogenannte Seele die Emotionale Ebene und der Geist die rationale Ebene eines Wesens verkörpert. Beides befindet sich in direktem Zusammenspiel, wobei der Geist sowohl Verstand als auch Erinnerung und Persönlichkeit darstellt. Die Seele - eine Art Anhängsel - repräsentiert Emotionen und Unterbewusstes bzw. Intuitives. Beides Hängt fest miteinander zusammen und bleibt auch im Falle einer Trennung miteinander verbunden. Würde man seine Seele verkaufen, so wäre man nicht absolut Gefühllos, lediglich lägen die Gefühle in der Hand des Besitzers. Ein Paktierer beispielsweise hätte wohl keinerlei Gewissensbisse, würde er einen Menschen töten - auch wenn er vor seinem Pakt anders reagiert hätte. Obwohl sogar ein Leben ohne Seele möglich ist - diese könnte auf beliebigem Wege zerstört worden sein - ist ein Leben ohne Geist ausgeschlossen, ja ich gehe sogar soweit zu sagen, der Geist ist das Leben ansich. Somit liegt das Erschaffen eines Geistes auch im Bereich des Möglichen.
Das Chaos
Nun widmen wir uns dem eigentlichen Thema, der Entstehung des Omniversums. Ich teile, im Gegensatz zu vielen meiner Kolleginnen und Kollegen nicht die Auffassung, unsere Welt sei von einer allmächtigen Gottheit oder Ähnlichem erschaffen worden. Doch fangen wir bei Null an: Ich gehe davon aus, dass es einen Zustand vor unserer Welt gab: ich nenne ihn "Chaos". Doch Vorsicht, dieses Chaos hat nichts mit dem aus anderen Theorien zu tun. Hierzu eine knappe Definition: Das Chaos ist eine begrenzte Menge an Energie, die ständig zufällige Reaktionen durchmacht. Dabei können die seltsamsten Dinge entstehen, doch auch im selben Moment wieder zerfallen. Nun geschiet zufälligerweise eine sehr komplexe Reaktion aus der sich eine neue Welt ergibt - schwer vorstellbar, aber das ist wohl alles auf diesem Gebiet. Ab diesem Zeitpunkt existiert kein Chaos mehr. Allerdings ist es durchaus möglich, dass innerhalb einer solchen Welt eine gewisse Zufälligkeit herrscht, wobei sich auch dahinter eine Struktur verbergen mag. Nehmen wir mal unsere derzeitige Welt als Beispiel: Das Wetter. Das Wetter ist eine sehr zufällige Erscheinung die von niemandem Bewusst beeinflusst werden muss. Doch auch hier gibt es gewisse Strukturen, nach denen sich das Wetter richtet. Eine Art strukturierter Zufall. Wir nennen es ja ganz gerne "Natur".
Auftauchen der Seelen/Geister und Götter
Mit der Entstehung der Welt tauchen auch unzählige Seelen auf, somit auch das, was man "Bewusstsein" nennt. Beseelte Organismen fangen an Leben zu entfalten, Gedanken und Gefühle entstehen in ihnen. Welt und Wesen beginnen sich zu entwickeln, dies kann eine unvorstellbare Zeit andauern. Doch gibt es auch unterschiedliche Geister und Seelen - manche mögen irgendwann in ihrer Entwicklung stehen bleiben. Tiere wären hierzu ein Beispiel. Doch gibt es auch jene, die über ein besonderes Bewusstsein verfügen. Ein paar wenige von ihnen haben bei der Entstehung sehr viel Macht erhalten und unterwerfen nun alle die sie zu überbieten vermögen. Somit erklärt sich auch das erste Auftauchen von soetwas wie Gottheiten oder Dämonen, Wesen wie wir, nur weitaus mächtiger und älter. Startvorteil eben.
Die Quelle
Da wir nun davon ausgehen, dass kein Bewusstsein für die Beseelung einzelner Wesenheiten verantwortlich ist, stellt sich natürlich die Frage, wie die Seelen "an den Mann kommen". Hierbei vertrete ich die Meinung, dass es eine riesige Anzahl von körperlosen Seelen in unserer Welt gibt, scheinbar unerreichbar für uns. Existent an einem Ort, den ich selbst die "Quelle" nenne. Man kann es sich vorstellen wie ein abgeschirmtes Sammelnbecken. Dieser Ort lässt eine Seele dann hinausströmen, wenn ein neuer Organismus geboren wird. Dies geschiet ausschließlich auf natürliche Art, ein Geschaffenes Wesen erhält keine Seele auf diesem Wege. Die Gattung des geborenen Wesens entscheidet auch gleich darüber, welche Seele auf den Weg geschickt wird. "Angekettet" an diese Seele ist der junge Geist, noch kaum entwickelt. Jener Geist wächst mit dem Umfeld des Wesens auf, wobei die Seele die ganze Zeit über im gleichen Zustand verbleibt.
Vom Tod
Nimmt ein Wesen endgültig von der materiellen Welt abschied, so bleibt der leblose Körper zurück. Doch das Bewusstsein existiert weiter - Seele und Geist. Diese Geister verharren entweder auf Erlösung wartend in unserer Nähe oder werden von einem Seelensammler aufgenommen. Zu diesen Sammlern gehören sowohl Götter als auch Dämonen, die die Geister nur all zu gern in ihre Ebenen verschleppen: Ob nun als Geschenk für eine lange Dienlichkeit zu Lebzeiten oder einfach aus sadistischen Plänen (meist Dämonen/Teufel), die Geister bleiben bis zum Ende an diesem Ort, sollte man sie nicht irgendwie retten oder ihnen die Flucht gelingen.
Zerfall der Welt und Rückkehr des Chaos
Welten bestehen nicht ewig. Eine Welt zerfällt dann, wenn sämtliche Energie wieder zusammengeführt wird, wobei ich hier zwischen zwei Arten unterscheide:
a) Dem natürlichen Zerfall
b) Der bewussten Zerstörung
Der natürliche Zerfall tritt nur dann ein, wenn bei der Entstehung der Natur einer Welt zufällig festgelegt wurde, dass sich die Welt langsam von allein zerstört. Der zweite Fall würde eintreten, gelänge es einem Bewusstsein alle Energie zu vereinen. Egal welcher Fall für die Zerstörung zuständig ist: Sobald der Zerfall ausgelöst wird verschwindet jegliches Bewusstsein, der Zustand des Chaos tritt erneut ein.
Nachwort
In anbetracht dessen bin ich mir der Existenz anderer Welten vor der Jetzigen absolut sicher und glaube auch an Welten die dieser folgen werden. Allerdings bin ich davon überzeugt dass unser Omniversum noch viele Äonen überstehen wird, da es sich scheinbar nicht um einen vorprogrammierten Zerfall handelt. In diesem Fall hätte schon längst eine auffällige Manaüberkonzentration stattgefunden.
Danke für eure Aufmerksamkeit